Strecke

Alles raus, was keine Miete zahlt

Zehn Minuten. Alles geben. Vollgas. Nicht aufgeben, nicht übergeben. Tempo, Tempo, Tempo!

Ich spreche vom Leistungstest.
In meiner Laufgruppe wird dieser Test zweimal durchgeführt. Zu Beginn des Trainings und einmal auf „halber Strecke“ der Marathonvorbereitung.

Am letzten Samstag war es dann zum zweiten Mal soweit. Das Prinzip habe ich oben schon beschrieben. Zehn Minuten Volldampf.

Gelaufen sind wir um die Mehrkampfanlage, das heutige Erika-Fisch-Stadion.

Strecke

Also: zehn-neun-acht-sieben-sechs-fünf-vier-drei-zwo-eins-GO!

Einer meiner Lauf-Kollegen ist gleich mal losgelaufen wie die Feuerwehr. Deutlich schneller als die 3:42 min/km, die ich mir als Schnitt vorgenommen hatte und auch schneller als die 3:30 min/km, die ich zu Beginn angeschlagen habe, um aus dem Pulk heraus zu laufen. Nach der ersten Runde (3:38 min/km) brachte mir das auch gleich einen Rüffel von  Coach Rainald ein. „Gib Gas! Du lässt Dich hier abhängen!“

Es ging einfach nicht schneller! Aber bei meinem Mitläufer offenbar auch nicht. Er wurde langsamer und langsamer. Meter für Meter kämpfte ich mich heran. Und kurz vor Schluss der zweiten Runde (3:44 min/km) hatte ich ihn überholt.

Puls

Jetzt waren immer noch 2:40 min übrig, um noch einmal sieben hundert Meter heraus zu laufen. Kürzere gerade Streckenabschnitte, dann schnelle Wenden, die mir nicht mit Tempo gelungen sind – ich war schon ziemlich platt.

Noch 20 Sekunden, noch 10! Fünf-vier-drei-zwo-eins-vorbei!
2.680 Meter und keinen Schritt mehr. Boah, war das brutal.

Soviel zur Quälerei. Doch warum mache ich das?

Aus den Trainingsergebnissen berechnet unser Cheftrainer Markus Pingpank dann für jeden Läufer individuell das Leistungsniveau und gibt die Trainingsbereiche (Rekom, GA1 kurz, GA1 mittel, GA1 lang, GA2, Wettkampftempo) vor.

So stellt er sicher, dass jeder Teilnehmer in seinem optimalen Bereich trainiert.

Ich habe mich gegenüber der Messung im Oktober um 130 Meter verbessert. D.h. ich muss jetzt in allen Trainings ein Stück schneller laufen – ca. 5-10 Sekunden/km.

Knackig, aber ich freu mich drauf. Und ich denke, dass ich mein Ziel von 3:30 Std. für den Hannover Marathon schaffen kann.

Wer sich auch für so einen Leistungstest interessiert, sollte einfach mal bei einer der Laufgruppen von Markus (pingpank.de) vorbeischauen oder sich im kommenden Jahr zur Laufgruppe der HAZ anmelden.

Ich kann es Euch empfehlen!

Und nach dem ich jetzt eine Woche erkältet war – kein kausaler Zusammenhang zum Leistungstest, kann ich Montag auch wieder einsteigen.

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