Was für eine Woche

Bevor ich Euch erzähle, wie der Rest meiner Vorbereitung lief, möchte ich kurz über die vergangene Woche sprechen:

Wow, was für eine Woche! Echt richtig klasse!

Am Montag durfte ich den mega-sympathischen Jan Fitschen kennenlernen.

Über sein Buch habe ich vor einigen Monaten bereits berichtet (hier). Zu Beginn der Marathonwoche stand dann das Event zum „Wunderläuferland Kenia“ im GOP auf dem Programm.

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Was soll ich sagen? Jan ist ein sympathischer, authentischer und mitreißender Erzähler. Und begeisterungsfähig noch dazu. Ihr müsst Euch vorstellen, dass der Europameister 2006 im 10.000m-Lauf und 27-fache Deutsche Meister vor der Lesung durch Publikum läuft und mit seinem Handy Fotos macht, weil er es so klasse findet, dass so viele Leute gekommen sind.

Das Buch hat mir ohnehin schon gut gefallen. Die Erzählungen und Antworten auf die vielen Fragen aus dem Publikum noch mehr.

Die Freude am Laufen, die Bescheidenheit, der unbedingte Wille, die Gastfreundschaft der kenianischen Läufer steht wirklich für sich.

Jan hatte – auch das muss man sich „auf der Zunge zergehen lassen“ – bei sich zuhause in Osnabrück, das kenianische Läufer-Nationalgericht Ugali und die passende Beilage Sukuma Wiki für knapp 200 Gäste gekocht und in seinem Auto nach Hannover transportiert.

Was ist das? Ganz einfach: Ugali ist mit Wasser gekochtes Maismehl und es schmeckt nach… nichts. Ungelogen: relativ fad.
Sukuma Wiki ist die traditionelle Beilage und schmeckt etwa wie eine Mischung aus Grünkohl und Blattspinat.

Und es riecht auch nach Grünkohl. Es ist also zu erahnen, dass die Fahrt von Osnabrück nach Hannover eine besondere gewesen sein muss;-)

Ich habe mich selbstverständlich als Freiwilliger bei der Essensausgabe gemeldet, was mir nicht nur ein cooles HAJ-Marathon-Crew-Laufshirt, sondern auch auch eine persönlich Widmung und einen Klönschnack mit Jan eingebracht hat.

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Und zu echten Kenianern hat Jan seine Gäste auch noch gemacht;-)

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Also wenn Ihr die Gelegenheit habt, kauft das Buch und besucht die Veranstaltung.

Am Mittwoch und Donnerstag standen dann noch zwei kurze Läufe auf dem Programm. Mittwoch ein kurzer Rekom-Lauf und am Donnerstag dann ein kurzer GA1-Lauf mit ein bisschen mehr Tempo.

Am Mittwoch bin ich durch die Eilenriede gelaufen und wie ein Marathoni habe ich bestimmt nicht ausgesehen. Im moderaten Rekom-Tempo eher wie ein verträumter Jogger.

Donnerstag durfte es dann wieder etwas schneller sein. Also ab zum Maschsee.

Und wie es der Zufall und der Marathon-Gott so wollten, habe ich mich am Donnerstag dann prompt verletzt.

Schritt-Ziehen-Schritt-Ziehen-Schritt-Aua!
Zerrung in der Wade!

Das passt ja zur Vorbereitung (dazu später mehr). Die letzten zwei-einhalb Kilometer nach hause bin ich dann gegangen.

Aufgeben kam aber unter keinen Umständen in Frage.

Also habe ich mal wieder in mein Tapping-Selbsthilfe-Buch geschaut, bin in die Apotheke, um Kinesio-Tape zu kaufen und habe mich an die Behandlung im letzten Jahr beim Doc erinnert.

Schnippel-Schnippel-Zieh-Kleb…
Die Wade war getapt, das unsichere Gefühl blieb. „Es wird schon schief gehen“ wurde zu einer Art Mantra in den nächsten Tagen.

Meet & Greet mit den Hahnertwins

Am Samstag stand dann das nächste positive Highlight auf dem Plan. Als Botschafter für den HAJ-Marathon durfte ich die Hahnertwins treffen. Anna und Lisa sind nicht nur DIE beiden Deutschen Marathonläuferinnen, sondern eben auch sehr aufgeweckt, authentisch, bodenständig und freundlich.

Die beiden nehmen sich echt einen Tag vor dem Marathon Zeit für Freizeitathleten und beantworten mit viel Freude und Geduld die Fragen, signieren Bücher und posieren für gemeinsame Fotos. Einfach toll.

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Den beiden muss man einfach für die olympischen Spiele in Rio die Daumen drücken!

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In diesem Sinne: #GoAnna #GoLisa

Das Buch der beiden, ist übrigens auch eine Empfehlung wert. Schaut da ruhig mal rein (amazon-Link).

Und ganz nebenbei konnte ich die anderen Botschafter mal treffen. Wobei ich eigentlich nur mit Stefan und Steffi wirklich ein paar Worte gewechselt habe. Irgendwie waren dann doch alle aufgeregt und kribbelig vor dem großen Tag.

Aber die beiden genannten sind auf jeden Fall sympathisch, witzig und betreiben jeweils einen lesenswerten Sportblog.

Sonntag. Day of the battle.

Am Sonntag dann der Lauf. Wetter passt. Kulisse stimmt. Wade zwickt. Form ist im Eimer. Egal. Raus, Auspowern, Alles geben!

Und am Ende stand die 03:31:01. Platz 70 in meiner Altersklasse (AK M35). Ein echt toller Vormittag.

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Es hat sich gelohnt, auch wenn ich denkbar knapp an meinem Ziel (unter 03:30:00) vorbei gelaufen bin.

So bleibt ein Ziel für den Herbst oder eben den nächsten HAJ-Marathon.

Rückblickend in jedem Fall eine (fast) geniale Woche. Vier Highlights – oder drei Highlights und ein „Lowlight“ – tolle Menschen, ein tolles Ergebnis. Unvergesslich, unvergleichlich.

Ich bin stolz und auch sehr dankbar.

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In Kürze dann mehr zu den letzten Wochen der Vorbereitung und dem „großen Lauf“ an sich.

Auf bald!

 

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