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Und der Rest der Vorbereitung

Ein letzter kleiner Beitrag zum HAJ-Hannover-Marathon. Ober genauer: zu meiner Vorbereitung auf den Marathon.

Mein letzter Bericht aus der Vorbereitung handelte vom so genannten Leistungstest. Wie ging es denn danach weiter?

Danach hat mich eine Erkältung flach gelegt. Und zwar so richtig. Ich bin sonst keine Zimperliese, aber ich bin zu meinem Hausarzt und habe eine Woche krank im Bett gelegen.

11 Tage Pause

Insgesamt habe ich elf Tage am Stück (das entspricht fünf Trainingseinheiten) nicht trainieren können.

Ich denke mir bei solchen Erkrankungen, dass der Körper sich dann seine Ruhephase nimmt. Aber eben eine Woche – oder etwas mehr – mich körperlich auch nicht so extrem zurückwerfen.

Und so war es dann auch. Im Februar kamen dann trotzdem noch knapp 170 Kilometer Gesamtlaufleistung zu Stande. Inklusive der Laufpause kein schlechtes Ergebnis.

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M wie März und Messe(n)

Anfang März ging es dann beruflich hoch her. In der Kalenderwoche 10 stand die Altenpflege-Messe auf dem Programm. Für meinen Brötchengeber ist die Messe eines der Highlights im Jahr und stellt die Weichen für den Rest des Jahres.

Am Sonntag vor der Messe habe ich dann den großartigen Lauf rund um das Steinhuder Meer absolvieren dürfen. In diesem Jahr bin ich mit einem 05:00er Schnitt (min/km) durchgelaufen. Das war trotz der schwierigen Phase zuvor gut und ich war wieder etwas optimistischer, was den Ausgang des Rennens anging.

Einen paar Eindrücke und Bilder findet ihr z.B. auf der Webseite von Markus Pingpank unter aktuelles.

Im Anschluss an die Altenpflege durfte ich mein Unternehmen eine Woche später auf der CeBIT im Job&Career-Bereich präsentieren.

Also zwei Wochen Messe am Stück. Das Training gelang mir noch ganz gut. In der Regel habe ich mich morgens oder abends doch irgendwie aufgerafft meine Einheiten zu absolvieren.

Meine Berglauf-Einheiten absolvierte ich aufgrund der frühen Dunkelheit nicht am Lindner Berg, sondern an der Brücke über den Messeschnellweg am Bischofsholer Damm.

Über den Fussweg – parallel zur Straßenbahn – bin ich die Brücke rauf und wieder runter, rauf und wieder runter gelaufen.

Die Not des Flachland-Alpinisten macht eben erfinderisch;-)

Bis zum ominösen Tag als ich unfreiwillig während eines Laufes zum „Evil Jared“ (falls jemand nicht weiß, was ich meine, empfehle ich den Wikipedia-Eintrag dazu…) mutierte, lief es also erstaunlich gut. Und hinterher war ich? Ihr ahnt es bereits: krank.

Die nächste Pause

Die nächste Erkältung hatte mich fest im Griff. In der irrigen Annahme mein Körper würde es diesmal besser wegstecken und schneller wieder fit sein, schleppte ich mich zur Arbeit – und eben nicht zum Arzt.

Meine Regenerationsfähigkeit ist – quod erat demonstrandum – nicht angewachsen. Meine Panik nicht wieder schnell genug fit zu werden und im Zweifel den Marathon nicht zu packen, wuchs hingegen von Tag zu Tag.

Rund um Ostern fehlten mir also 13 weitere Tage (sieben Trainingseinheiten). Meine Gedanken in dieser Zeit könnt ihr euch sicher vorstellen.

Ich wollte nicht über das Laufen reden, nicht darüber nachdenken, keine Laufzeitschrift lesen, … Gar nichts. Ich wollte einfach nur gesund sein und keine weitere Zeit verlieren.

Nach fast zwei Wochen bin ich dann wieder ins Training eingestiegen. Da waren es noch genau 13 (die wilde 13 verfolgt uns hier im Artikel:-)) Tage bis zum Marathon.

Da ich nicht in der Verfassung war, gleich wieder von „null auf hundert“ zu gehen, musste ich in meinem Trainingsplan etwas improvisieren. Einen langen Lauf habe ich erst gar nicht mehr gemacht.

Wie bereits erwähnt, ging überhaupt nur einer meiner Läufe über mehr als 30 Kilometer. Jeder Lauftrainer und jedes Laufbuch sprechen in der Regel andere Empfehlungen aus.

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Der März ging dann mit überschaubaren 125 Kilometern zu Ende – zum Vergleich: der Januar lag bei guten 208 Laufkilometern.

„Am Ende wird alles gut. Und wenn gut wird, ist es noch nicht das Ende“ (Oscar Wilde)

Ideale Voraussetzung sehen ganz sicher anders aus. Ich kann es nicht ändern. Und am Ende: am Ende hat es zwar nicht zu meiner Wunschzeit (<03:30:00) gereicht, aber ich bin – trotz widriger Umstände – gesund und in einem Stück ins Ziel gekommen.

Es bleibt die Frage: Wie geht es weiter?

Ich laufe weiter. Ich laufe weiter Marathon. Ob im Herbst oder erst im neuen Jahr kann ich noch nicht sagen.
So oder so habe ich noch „ein Hühnchen“ mit der 03:30-Marke „zu rupfen“!

Und dann gehört mir die Startseite von NDR.de/Sport auch ganz alleine:-D

NDR
Webseite: NDR.de/Sport – abgerufen am 11.04.2016

In diesem Sinne:
Ziele setzen, Dran bleiben!

 

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