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Buchtipp: 42,195 – Matthias Politycki

Kurz vor dem Wochenende möchte ich Euch noch ein Buch empfehlen. Es handelt – welch große Überraschung – vom Marathon.

Das Buch ist bereits im letzten Jahr erschienen und ich hatte es bereits im Sommerurlaub 2015 gelesen verschlungen.

Untertitel des Buches: Warum wir Marathon laufen und was wir dabei denken

Der Autor, Matthias Politycki, ist Schriftsteller, Lyriker, Essayist und bereits vielfach mit Preisen und Auszeichnungen bedacht worden. In seiner Freizeit läuft er Marathon.

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Bildquelle: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/42195-ebook-7419/#Buch

Das Buch folgt der Laufstrecke

Das Buch hat für jeden Kilometer des Marathonlaufs ein Kapitel parat und beschreibt in Prolog und Epilog, die hier Starter- bzw. Zielbereich heißen, die Emotionen des Läufers.

Der Autor sagt im Klappentext ganz vielversprechend u.a. „Ich lebe nicht fürs Laufen. Aber ohne das Laufen wäre mein Leben nicht mein Leben […]“

Wir haben es mit einem Freizeitathleten zu tun. Mit einem virtuosen Schriftsteller noch dazu.

Sympathisch, nachvollziehbar, mit guter Beobachtungsgabe und viel Gefühl beginnt es am Start: „Monatelang hast Du darauf hingelebt, nun ist es soweit. Wenn der Startschuss fällt, beginnt das Rennen Deines Lebens. Jedes Rennen ist das Rennen Deines Lebens.“

Die Momente im Startblock. Aufregung, Nervosität, Anspannung, Vorfreude, das Herunterzählen der letzten zehn Sekunden, der Startschuss.

Er eilt über die ersten Kilometer und erreicht sein Zen-Gefühl.

Auf/in Kilometer 2 heißt es: „Die Gerade ist die Idee der Laufstrecke schlechthin, die Bewegungsabfolge des Läufers dann in ihrer Schlichtheit reinstes Zen.“

Alles wirkt ganz einfach und leicht. Wie in Zatopeks berühmten Zitat: „Hier ist der Start, dort ist das Ziel. Dazwischen musst Du laufen.“

Wie fühlt sich Marathon an und was denkt man eigentlich?

Es folgen viele gute Gedanken über Mode beim Laufen, den GPS-Wahn(sinn), schöne Frauen im Rennen, Doping (in Form von ganz legalen Gels, Riegeln, Getränken), Schuhe, die Elite-Läufer.

Auf/In Kilometer 12 folgt die Reminiszenz an Haruki Murakami (vgl. Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede). Der Vergleich und die Analogie: Laufen und Schreiben.

Wie ihr wisst, kann ich beiden Dingen nur sehr wenig abgewinnen. Ich habe also keine Ahnung, was der Autor hier meint;-)

Nein, im Gegenteil. Laufen und Schreiben gehören zusammen. Es ist beides ein Weg die Welt zu erkunden und zu entdecken. Für Haruki Murakami, für Matthias Politycki und für mich – auch wenn die beiden ganz ganz oben am Firmament stehen und ich, im Vergleich, nur eine kleine Taschenlampe bin.

Der Autor vergleicht die Halbmarathonmarke mit der Mitte des Lebens, spielt „Läufer-Poker“ mit dem Leser, erzählt aus seiner Laufgruppe, gibt seine Mantra preis, trifft den berühmten „Mann mit dem Hammer“ – quält sich ins Ziel und gipfelt in der postmarathonalen Depression.

Ein wirklich herausragendes Buch zum Marathon. Zum Nachfühlen, Miterleben, Verstehen, Zustimmen und Kopfschütteln.

Die Presse überschlägt sich mit Lob

In Presse, Funk und Fernsehen – egal ob FAZ, 3Sat, aktiv laufen, MDR, ORF, NZZ, Deutsche Welle und und und wird das Buch sehr gelobt.

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Screenshot der Pressestimmen. Abgerufen unter: http://www.hoffmann-und-campe.de/buch-info/42195-ebook-7419/#Pressestimmen

 

Das 320 Seiten starke Buch ist im „Hoffmann und Campe“ Verlag erschienen und kostet genau 20 €. Also versüßt Euch (oder Euren Läuferfreundinnen und -freunden) das Wochenende und klickt z.B. hier auf „kaufen“.

Viel Spaß beim Lesen! Auf bald!

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